Station 2
– Retten – Löschen – Bergen – Schützen
Segensgebet
Gott, segne unsere Hände,
damit wir anpacken können,
wo wir gebraucht werden.
Gott segne unseren Verstand,
damit wir im richtigen Moment
die richtigen Entscheidungen treffen können.
Gott segne unsere Ohren,
damit wir hören können,
was um uns herum gebraucht wird.
Gott segne unseren Mund,
damit wir Worte finden,
die weiterhelfen.
Gott segne unser Gespür,
damit wir wahrnehmen und da sein können,
wenn wir gebraucht werden.
Gott segne unser Herz,
damit es offen sein kann für unsere Mitmenschen.
Gott segne und stärke uns für die Aufgaben,
vor die wir in unserem täglichen Leben gestellt sind,
in unseren Familien, an unseren Arbeitsstellen,
und bei unseren Feuerwehren im Einsatzgeschehen,
bei Übungen und beim kameradschaftlichen Zusammensein.
Markus Klepsa
Wie der heilige Florian zum Wasserkübel kam
Der heilige Florian ist einer der bekanntesten Patrone und Nothelfer. Aus dem 16. Jahrhundert kommt die Darstellung mit dem Wasserkübel und dem brennenden Haus sowie dem unsinnigen Spruch vom „verschon’ unsere Häuser, zünd’ andere dafür an“.
Folgenden Text entnommen aus der Kirchen Zeitung der Diözese Linz
Ausgabe 2003/19:
Vom Beschützer der Grenze zum Patron gegen Feuersbrünste. Wie sich die „Zuständigkeiten“ des heiligen Florian gewandelt haben, zeichnete Univ.-Prof DDr. Karl Rehberger beim Florian-Symposion am 1.-2. Mai 2003 in Enns nach.
In einer Grenzstadt des römischen Reiches – in Lauriacum – hat Florian im Jahre 304 den Tod gefunden. So ist es nicht verwunderlich, dass Florian in den ältesten Überlieferungen zum Patron des Grenzschutzes wird. Im Mittelalter rufen ihn die Gläubigen aber vor allem als Helfer um einen guten Tod an. In diesem Zusammenhang kommt bereits das Motiv des Feuers vor. Die Menschen bitten, dass Florian die Flammen der Begierde an ihnen löschen möge und dass er sie vor dem Feuer des Jenseits bewahren soll. Ins Positive gewendet finden sich Formulierungen, in denen die Rede ist vom Feuer der Begeisterung, das den heiligen Florian erfüllt hat.
Um 1440 taucht plötzlich in den Schriften Florian als Feuerpatron auf. Für den Übergang von der gleichnishaften Bedeutung der Flammen zum tatsächlichen Feuer finden sich keine schlüssigen Erklärungen. Noch dazu, wo das Motiv des Heiligen, der vor Bränden bewahren kann, in Italien, Bayern und Österreich gleichzeitig aufscheint. Die neue Zuständigkeit des Heiligen zeigt sich auch in den Darstellungen. Man drückt ihm ein Wasserschaff in die Hand. Um zu zeigen, dass Florian mit jeder – noch so großen – Feuersnot fertig wird, ist der Löscheimer im Verhältnis zur Größe der Person relativ klein dargestellt. Die Souveränität Florians wird noch dadurch unterstrichen, dass er im Herzogsgewand oder als Offizier dargestellt wird. Vom römischen Zivilbeamten Florian zu einem Heerführer: „Ein römischer Legionär mit Schwert, Fahne und Helm bietet für Künstler mehr Gestaltungsmöglichkeiten als ein Beamter.“ Dass man Florian in der Kunst immer neu einkleidet, Ausdruck seiner großen Volksverbundenheit.
Eng verbunden mit Florian als Feuerpatron ist die Pervertierung seiner Schutzfunktion im „Florianiprinzip“.
Bei den jährlichen Wallfahrten nach Salzburg hatten die Pinzgauer als Gruppe, die am längsten unterwegs war, beim Pilgergottesdienst im Dom Privilegien. Das ärgerte die Bewohner Salzburgs so sehr, dass sie ein Spottlied über die Pinzgauer dichteten. Einer dieser Strophen legt den Pinzgauern in den Mund: „Heiliger Florian, du Wasserkübelmann, verschon unsere Häuser, zünd‘ andere an.“
Die Wallfahrt wurde 1789 abgeschafft, das Florianiprinzip lebt – nicht zur Freude der Feuerwehrleute – trotz allem weiter.
Es ist weit mehr als nur eine Prüfung: Es ist das Fundament für eine sichere Zukunft. Am Samstag den 07. März 2026 herrschte in Ostermiething reges Treiben, als sich 551 Mitglieder der Feuerwehrjugend dem Wissenstest stellten. Unter den kritischen, aber fairen Augen von 51 Bewertern zeigten die Jugendlichen, dass sie für den Dienst am Nächsten bereit sind.
Es konnten 248 Abzeichen in Bronze, 152 Abzeichen in Silber und 151 Abzeichen in Gold verliehen werden.
Zurecht tragen die Jugendmitglieder mit Stolz ihre Abzeichen auf der Uniform.